Mentoring ist wichtiges Instrument zur Talentförderung und Mitarbeiterbindung

mentoring als talentförderung

Young Professionals, die neu eingestellt werden, erwarten heutzutage nicht nur, dass ihnen die Firma auf lange Sicht gute Weiterbildungsmöglichkeiten anbietet, sondern begrüßen es auch ausdrücklich, wenn ihnen ein erfahrener Mentor oder eine Mentorin im Unternehmen mit Rat und Tat zur Seite steht – eine Person, die ihr fachliches und persönliches Wissen weitergibt und die Karriereentwicklung des Mentees entscheidend fördern kann. Robert Walters hat zu diesem Thema ein aufschlussreiches Whitepaper veröffentlicht. Nick Dunnett, Geschäftsführer Deutschland und Schweiz, beantwortet dazu einige Fragen:

Welchen Stellenwert haben Mentoring-Programme in deutschen Unternehmen?

Synergien durch erfahrenere Kollegen und Kolleginnen können nur dann erfolgreich genutzt werden, wenn sie auch an der richtigen Stelle und mit dem richtigen Konzept umgesetzt werden.Nick Dunnett: Unsere Umfrage hat gezeigt, dass mehr als 70 Prozent der Professionals die Unterstützung durch einen Mentor als wichtig erachten. Nach dem Angebot von individuellen Weiterbildungsprogrammen liegt Mentoring in der Wertschätzung gleich auf Platz 2. Leider spiegelt sich diese Einschätzung jedoch noch nicht im Profil der Unternehmen wider. Denn insgesamt bieten nur 38 Prozent in unserer Umfrage ein Mentoring-Programm an. Dabei liegt hier ein großes Potenzial zur Mitarbeiterbindung: Eine gezielte, individuelle Betreuung durch einen Mitarbeitenden auf Senior Level bietet für beide Seiten eine einmalige Chance zum Wissenstransfer und trägt enorm zur Arbeitszufriedenheit bei. Unternehmen sollten deshalb verstärkt Mentoring-Programme als wichtiges Instrument zum Talentmanagement in ihr Portfolio aufnehmen.

Auffallend in der Studie war, dass zwar die Mehrzahl der Befragten die Bedeutung von Mentoring hervorgehoben haben, aber nur 34 Prozent von ihnen tatsächlich angebotene Mentoring-Programme wahrnehmen. Woran liegt das?

Nick Dunnett: Das hat sicher unterschiedliche Gründe. Wir glauben, dass viele Unternehmen ihre Mentoring-Programme noch nicht aktiv genug bewerben und vielleicht auch zu wenig hinterfragen. Zum einen sollten sie sicherstellen, dass Angebote auch wirklich wahrgenommen werden, diese müssen offen und transparent kommuniziert werden. Das sollte auf mehreren Kanälen stattfinden: über Newsletter, Social-Media-Plattformen oder die Vorstellung von Testimonials – also Teilnehmern an Mentoring-Programmen, die darüber berichten.

Zum anderen ist es so, dass es bei Mentoring-Angeboten oft generalistische Angebote gibt, die den Einzelnen jedoch vielleicht nicht richtig ansprechen und daher nicht als zielführend empfunden werden. Individuell abgestimmte Programme sind als Ansatz viel sinnvoller. Um adäquat auf die Bedürfnisse der Zielgruppe eingehen zu können, kann es übrigens auch durchaus sinnvoll sein, ein externes Mentoring anzubieten. Das übersehen viele kleinere und mittelständischen Unternehmen, die vielleicht nicht die personellen Kapazitäten für ein internes Mentoring haben.

Unternehmen sollten also mehr darüber nachdenken, was genau sie für Programme anbieten?

Nick Dunnett: Das kann auf keinen Fall schaden. Unternehmen müssen ihr Bewusstsein dafür steigern, welche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sie ansprechen und fördern wollen: Young Professionals, weibliche Führungskräfte oder auch die Förderung in einem Team (Peer-to-Peer-Mentoring). Synergien durch erfahrenere Kollegen und Kolleginnen können nur dann erfolgreich genutzt werden, wenn sie auch an der richtigen Stelle und mit dem richtigen Konzept umgesetzt werden. Nicht jedes Konzept ist für jedes Unternehmen sinnvoll. Das Angebot muss von den Zielen abhängen, die ein Unternehmen mit seiner Talentmanagement-Strategie verfolgt.

Wie wichtig ist Mentoring in Zeiten von Fachkräftemangel und Digitalisierung?

Nick Dunnett: Enorm wichtig. Gerade weil derzeit ein so ausgeprägter Wettbewerb um die besten Talente auf dem Arbeitsmarkt herrscht, müssen Arbeitgeber sich einiges einfallen lassen, um einen nachhaltigen internen Talent-Pool zu schaffen. Es geht ja nicht nur darum, neue Professionals ins Unternehmen zu bringen, sondern die Top-Talente auch halten zu können. Mentoring-Programme sind außerdem ein großartiges Werkzeug, um Professionals für Senior-Positionen vorzubereiten. Und Unternehmen sollten nicht unterschätzen, wie sehr sie mit einem offensiv nach außen kommunizierten Mentoring-Angebot ihre eigene Employer Brand stärken und sich vom Wettbewerb abheben können, weil sie damit als Arbeitgeber von potenziellen Bewerbern ganz anders wahrgenommen werden.

Alle Details zu Mentoring in Unternehmen in der Schweiz stehen Ihnen hier kostenlos zum Download bereit.

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