Bewerbung als Führungskraft – unsere 6 Expertentipps für Ihr Vorstellungsgespräch

Bewerbung als Führungskraft

Vorstellungsgespräche für Senior- oder Managementpositionen unterscheiden sich stark von denen für mittlere oder Junior-Positionen. Nicht nur die Erwartungen sind insgesamt höher, auch der Bewerbungsprozess selbst fällt oftmals länger und intensiver aus.

Interviews mit Führungskräften erfolgen typischerweise in mehreren Stufen. Meist gibt es zwei, drei oder auch mal vier Runden. Bewerber treffen eine ganze Reihe von Personen wie etwa Fachentscheider und Personalverantwortliche, leitende Angestellte und mitunter sogar Mitglieder des Teams, das sie zukünftig managen sollen.

Um Ihnen bei der Vorbereitung zu helfen, haben wir die wichtigsten Aspekte für Ihr Bewerbungsgespräch zusammengefasst.

1.   Seien Sie auf Verhaltensfragen gefasst

Wie erfolgreich Ihr Bewerbungsgespräch verläuft, hängt ganz vorrangig auch von Ihrer Fähigkeit ab, die in Ihrem Lebenslauf erwähnten Fähigkeiten mit ganz detaillierten Beispielen zu untermauern.

Überdies geht es bei den Fragen in Vorstellungsgesprächen häufig darum, dass der Bewerber seine bisherigen Erfahrungen auf neue Situationen zu übertragen imstande ist. Diese können seine Führungsqualitäten, seinen Führungsstil oder sogar frühere Probleme innerhalb seines Teams oder des Arbeitsumfelds betreffen. Dies hilft Personalern bei der Einschätzung, ob Kandidat seine Ihre Fähigkeiten und Qualifikationen an die Anforderungen der neuen Stelle anpassen können.

Personalverantwortliche werden sich insbesondere auf Ihren Lebenslauf konzentrieren und bestimmte Projekte, die Sie geleitet haben, näher betrachten. Dies hilft ihnen, Ihre Fähigkeiten sowohl im Personal- wie auch im Konfliktmanagement zu beurteilen.

Ein guter Bewerber sollte die Fähigkeit besitzen, seine Erfahrungen auf den Punkt zu bringen. Sie sollten also in der Lage sein, genaue Beispiele anzuführen und zu formulieren, worauf es ihnen ankam, was genau ihr Ziel war und wie Sie es erreicht haben.

2.   Fehler eingestehen

Es ist selbstverständlich, dass Sie beim Vorstellungsgespräch eher Ihre Erfolge hervorheben als über Ihre Misserfolge zu sprechen.

Über Schwierigkeiten und möglicherweise auch Fehler zu sprechen könnte Sie allerdings auch zu einem attraktieren Bewerber machen als jemand, bei dem scheinbar immer alles perfekt läuft.

Viele Personaler wünschen sich Bewerber, die das Selbstvertrauen und Souveränität besitzen, auch ihre früheren Fehler oder Misserfolge anzuerkennen und darüber zu sprechen, wie sie solche Rückschläge überwinden konnten oder welche Lösungen sie für die Probleme gefunden haben.

Belastbarkeit, Durchhaltevermögen und eine positive Haltung sind bedeutsam im heutigen komplexen Geschäftsumfeld. Ein Bewerber, der seine Schwachstellen und seine Anpassungsfähigkeit zeigt, überzeugt Personaler mitunter sogar mehr von seiner Führungsstärke.

3.   Mit Managementstrategie überzeugen

Bei der Einstellung einer Führungskraft suchen Personaler und Fachentscheider jemanden, der sowohl führen als auch gut mit anderen zusammenarbeiten kann.

Der Bewerber sollte eine Leidenschaft für Menschen und Teamwork sowie nachgewiesene Führungserfolge vorweisen können, zum Wachstum des Teams beitragen und Ideen mitbringen, wie der Geschäftserfolg weiter ausgebaut werden kann.

Auf Sie als Bewerber warten auch Sie Fragen zum Führungsstil. Schildern Sie, wie Sie z. B. die Übernahme einer Führungsrolle in einem neuen Unternehmen angehen oder wie Sie ein Problem innerhalb des Unternehmens lösen würden. Überlegen Sie sich, wie Sie mit einem neuen Team oder neuen Ansprechpartnern in einem Unternehmens gut zusammenarbeiten könnten.

Eine weitere häufig gestellte Frage ist, was Sie in Ihrem ersten Monat oder in Ihren ersten drei Monaten tun würden. Hierfür brauchen Sie nicht gleich eine detaillierte Strategie, aber Sie sollten eine überzeugende Antwort parat haben wie z. B.: “Im ersten Monat möchte ich das Team kennenlernen und sehen, wo die Stärken und die Schwächen eines jeden Einzelnen liegen, aber auch, welche kurz- und mittelfristigen Entwicklungspotenziale es in der Abteilung gibt. Im zweiten Monat würde ich das weiter vertiefen, mich mit dem gesamten Team zusammensetzen und die Strategie für das kommende Quartal ausarbeiten.”

4.   Die richtigen Fragen stellen

Selbst Fragen zu stellen ist grundsätzlich positiv zu werten. Es gibt allerdings auch Fragen, die Personaler oder Fachentscheider stutzig werden lassen und die Sie daher vermeiden sollten.

Fragen etwa nach der Unternehmenskultur oder der Arbeit innerhalb des Teams bzw. über Abteilungsgrenzen hinaus zeugen von Ihrem Interesse am Unternehmen und der Position, für die Sie sich bewerben.

Positive Beispiele für Fragen:

  • Welchen Herausforderungen muss sich Ihr Unternehmen aktuell stellen?
  • Was wünscht sich das Unternehmen von mir als künftigen Mitarbeiter?
  • Werden ich selbst in abteilungsübergreifenden Teams arbeiten?
  • Wie sieht bei Ihnen die übliche Einarbeitungsphase aus?

Fragen zu weiteren Karrieremöglichkeiten im Unternehmen könnten Sie unter Umständen sehr fordend wirken lassen. Außerdem sollten Sie vermeiden, gleich nach den Zusatzleistungen für Mitarbeiter zu fragen. Das sind Details, über die man später sprechen kann, die aber nie Motivation für eine Bewerbung sein sollten.

5.   Es geht nicht nur um Sie

Wenn Sie sich als Top-Kandidat um eine Führungsposition bewerben, dürfen Sie zwar Ihre eigenen Leistungen hervorheben, sollten aber vor allem Ihre Fähigkeit als Führungskraft in den Vordergrund stellen.

Wichtig bei einem Manager ist die Fähigkeit, nüchtern mit seinen Leistungen und Erfolgen umzugehen und objektiv über seine Leistungen zu sprechen. Wenn ein Bewerber bei der Besprechung eines Teamprojekts z. B. ständig von “ich” statt von “wir” spricht, könnte dies darauf hinweisen, dass er kein Teamplayer ist. Ein Bewerber, der die ganze Anerkennung für Gruppenanstrengungen und -erfolge bei sich selbst sieht, wird niemals ein mitarbeiterorientierter Manager sein.

6.   Zeigen Sie Engagement und Leistungsbereitschaft

Eines der wichtigsten Unterscheidungsmerkmale beim Bewerbungsgespräch mit einer Führungskraft ist, dass sie genug Zeit hat, ihre Ideen zu präsentieren und unter Umständen sogar eine mögliche neue Richtung vorzuschlagen.

Angesichts des großen Wettbewerbs um leitende Positionen wird es für Kandidaten immer wichtiger, sich abzuheben und die Personaler davon zu überzeugen, dass Sie ein echter Mehrwert für das Unternehmen sind. Sie könnten eventuell Präsentationsfolien vorbereiten und ein paar Initiativen aufzeigen, die für das Unternehmen aus Ihrer Sicht vorteilhaft oder nützlich sein könnten.

Auch wenn nicht alle Ihre Ideen willkommen sind, beweist Ihre Vorbereitung ein doch hohes Maß an Interesse an der Stelle. Vor allem kritisches Denken und Kreativität untermauern Ihre Erfahrung und die strategische Herangehensweise – beides Aspekte, die für Führungspositionen unerlässlich sind.

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