9 Technologien, die jeder Personaler im Homeoffice kennen sollte

Trotz Coronavirus: Recruitment dank Digitalisierung & Flexibilität möglich

Aktuell werden LinkedIn und XING mit Artikeln und Beiträgen überflutet, die für Video-Bewerbungsgespräche werben. Aber welche Anbieter und weitere Technologien gibt es und was genau brauchen Personaler in ihrem Tech-Stack, um passende Kandidaten zu finden und den Bewerbungsprozess optimal managen zu können?

Tom Lakin, Innovationsmanager bei der Robert Walters Group, spricht über die wichtigsten Technologien.

 

Planung & Koordination: ScheduleOnce, Microsoft Bookings

Das Einzige, worüber sich die Personaler im Moment einig sind, ist, dass es nie einfacher war, mit Kandidaten zu sprechen. Kein heimlicher Headhunt-Telefonanruf mehr, kein Flüstern mehr, um zu vermeiden, dass der Chef des Kandidaten es mitbekommt. Da jedoch viele Kandidaten mit der Arbeit von zu Hause und familiären Verpflichtungen jonglieren, ist es unerlässlich, dass man sowohl die Erstgespräche als auch die Bewerbungsgespräche möglichst flexibel und eigenständig handhaben kann. Automatisierte Technologien zur Planung von Vorstellungsgesprächen sind durchaus erschwinglich und ermöglichen es auch den Kandidaten, ihr Vorstellungsgespräch selbst zu planen, wann immer es ihnen passt.

Das Innovationsteam von Robert Walters hat viele der führenden Anbieter getestet. Wenn Sie bisher kein vorinstalliertes System für das Bewerbermanagement haben, empfehlen wir Ihnen ScheduleOnce oder Microsoft Bookings.

Technischer Tipp: Lassen Sie sich nicht dazu verleiten, ein kostenloses Terminplanungstool zu verwenden. Denken Sie daran: Wenn etwas kostenlos ist, sind Sie das Produkt. In diesem Fall ist es Ihr Kandidat, denn die Geschäftsbedingungen bei kostenlosen Tools erlauben es dem technischen Anbieter in der Regel, Marketing-E-Mails an Ihre Kandidaten zu senden.

Präsentation von Lebensläufen & Bewerbungsgesprächen:
Odro, Hinterview

Üblicherweise versendet man nach dem persönlichen Gespräch den Lebenslauf des Kandidaten mit einer kurzen Begründung, warum dieser für die Stelle infrage kommt. Bei der Arbeit im Homeoffice können wir das persönlicher und effizienter gestalten. Mithilfe eines Video-Bewerbungsgesprächs leiten Sie das Bewerbungsgespräch, das Sie mit dem Kandidaten geführt haben, an den Personaler weiter und er bekommt einen authentischen Eindruck. Außerdem können Personaler auch Videokurzlisten mit einem Mausklick und ohne Anmeldung versenden. Odro und Hinterview sind hierfür die interessantesten Tools.

Einseitige Video-Bewerbungsgespräche: Sonru, Spark Hire

Video-Bewerbungsgespräche auf Abruf (bei denen die Kandidaten per E-Mail einen Link erhalten, über den sie sich selbst bei der Beantwortung einiger vorgegebener Fragen aufzeichnen) ist seit 2016 ein beliebtes Werkzeug bei Personalern. Die Robert Walters Group führt jedes Jahr Zehntausende dieser 1-Way-Gespräche vorzugsweise für Junior-Positionen durch. Das Interesse ist im letzten Monat gestiegen. Der große Vorteil ist, dass man in der Video-Aufzeichnung neben seiner Erfahrung auch seine Persönlichkeit zeigen kann, was mit einem traditionellen Lebenslauf so nicht möglich ist.

Das Angebot an 1-Way-Video-Bewerbungsgesprächen ist riesig, wodurch die Kosten im Laufe der Jahre gesunken sind. Wir schätzen Sonru sehr, da der Kundenservice besonders gut ist und wir eine durchschnittliche Durchführungsquote bei Kandidaten von 93 % verzeichnen können. Unsere Kollegen in Australien schätzen ebenfalls das in den USA ansässige Unternehmen Spark Hire.

Technischer Tipp: Vermeiden Sie es, einen Anbieter wegen „fortschrittlicher KI“ oder „Gesichtsausdruck“ auszuwählen, da diese oft enttäuschen.

Live-Bewerbungsgespräche: Microsoft Teams

Seitdem viele im Homeoffice arbeiten, fühlen wir uns mit Videokonferenzen ebenfalls viel wohler.  Microsoft Teams wird dabei immer beliebter, da es die Möglichkeiten von Skype erweitert (zumal Skype for Business Online 2021 gestoppt wird). MS Teams bietet eine hervorragende, sofort einsatzbereite Videokonferenzlösung und ist ein gutes Tool für 2-Way-Live-Videogespräche. Es hat einige spannende Funktionen, z. B. das Ausblenden des Hintergrunds (perfekt, wenn Sie mal vergessen haben, Ihren Arbeitsplatz aufzuräumen).

Technische Interviews und Live-Coding: Codility CodeLive

Selbst in diesen ungewöhnlichen Zeiten reicht ein Techniktest von der Stange oft nicht aus. Für technische Bewerbungsgespräche mit Kunden und Bewerbern schlagen wir vor, das Live-Coding-Bewertungstool Codility CodeLive zu verwenden. Damit können Personalverantwortliche mit den Bewerbern interagieren und einen virtuellen Raum für die Zusammenarbeit und Codierung mit den Bewerbern in technischen Gesprächen in Echtzeit bereitstellen. Wir verwenden Codility für unseren gesamten Kundenstamm, da es in der Technikbranche weithin anerkannt ist.

Erstellung von Verträgen: DocuSign

Es erstaunt uns immer noch, dass im Jahr 2020 elektronische Verträge nicht Standard sind. Wenn Ihr Angebotsprozess noch nicht papierlos erfolgt, dann empfehlen wir Ihnen ein elektronisches Signaturtool wie DocuSign. Es ermöglicht Kandidaten, einen Vertrag digital zu unterschreiben, Papier zu sparen und Verträge schneller hin- und herzuschicken. Die E-Signatur-Technologie ist vielleicht nicht die aufregendste, aber sie ist so einfach und spart extrem viel Zeit, wenn beide Parteien im Homeoffice arbeiten. 

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