Rezept gegen Fachkräftemangel: Mehr Frauen in die Chef-Etage

Frauen in der Chefetage

Weibliche Führungskräfte sind in den meisten Unternehmen immer noch unterrepräsentiert, obwohl der Anteil an Frauen im Alter zwischen 25 und 34 Jahren mit einem Universitäts- oder Fachhochschulabschluss sogar um 2 % höher als der an Männern liegt. Welche Gründe das hat und was Unternehmen dafür tun können, um den Anteil an weiblichen High Potentials zu erhöhen und damit dem Fachkräftemangel zu begegnen – damit befasst sich unsere Studie „Gender Diversity und Talentmanagement“.

Unternehmen registrieren mittlerweile, wie sehr sich der Begriff von Arbeit und auch das Verhältnis von Job und Beruf versus Privatleben im Vergleich zu früher gewandelt haben. Das ist zum einen der Digitalisierung geschuldet, die die meisten Bereiche der Arbeitswelt komplett verändert hat, zum anderen hegt die Generation Y andere Erwartungen und Ansprüche an den Arbeitgeber und den eigenen Job.

Permanente Anwesenheit im Büro ist längst kein Muss mehr

Unternehmen sollten sich mit der unterschiedlichen Wahrnehmungsweise von Frauen und Männern in Bezug auf deren Karriere und Weiterentwicklung ehrlich und offen auseinandersetzen. Unabhängig vom Geschlecht ist eine sinngebende, ausfüllende und erfüllende Tätigkeit den Young Professionals am wichtigsten. Einen ebenso hohen Stellenwert haben Work-Life-Balance, Home Office sowie flexible Arbeitszeiten, auch wenn für Frauen in unserer Umfrage die Vereinbarkeit von Beruf und Familie (88 %) wichtiger ist als für Männer (70 %). Hier sollten Unternehmen die Chancen der Digitalisierung (in Form von flexiblen, autonomen und familienfreundlichen Arbeitsmodellen) als Möglichkeit sehen, Talente für sich zu gewinnen.

89 % der Frauen, die wir in der Diversity-Studie befragt haben, geben an, dass individuelle Trainings- und Entwicklungsprogramme sowie Leadership-Programme (83 %) für sie zu den wichtigsten Angeboten zählen, die Unternehmen ihnen zur Karriereentwicklung bieten können. 76 % wünschen sich insbesondere ein Mentoring durch MitarbeiterInnen auf Senior Level.

Mangel an Frauen in Führungspositionen wird unterschiedlich begründet

Für 69 % der Frauen liegt der Hauptgrund, dass Frauen in Führungspositionen unterrepräsentiert sind, darin, dass sie damit zu kämpfen haben, nach der Elternzeit wieder an den Arbeitsplatz zurückkehren und denselben Job auszuführen. Männer sehen aber zu 68 % als Hauptgrund, dass Frauen durch familieninternen Druck oder andere Verpflichtungen daran gehindert werden, ihre Karriere fortzusetzen. Eklatant unterschiedlich ist auch die Einschätzung, ob Männer bei Beförderungen vor Frauen bevorzugt werden: Nur 29 % der Männer glauben das – aber mehr als doppelt so viel, nämlich 63 % der Frauen stimmen dieser These zu.

Unternehmen sind daher gut beraten, wenn sie sich mit der unterschiedlichen Wahrnehmungsweise von Frauen und Männern in Bezug auf deren Karriere und Weiterentwicklung ehrlich und offen auseinandersetzen. Thomas Hartenfels, Direktor von Robert Walters, erklärt dazu: „ Nicht nur große Unternehmen, sondern auch die aus dem Mittelstand, müssen sich die Bedürfnisse, Ansprüche und Erwartungen von hervorragend ausgebildeten Frauen anschauen und überlegen, wie sie deren Expertise, Ehrgeiz und Motivation honorieren, fördern und geschickt ins Unternehmen einbinden können.“

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