Brexit und Digitalisierung halten Stellenmarkt in Bewegung

Frankfurt am Main, 1. Juli 2017. Im Kampf um die besten Fach- und Führungskräfte müssen Unternehmen branchenübergreifend langfristige Personalstrategien entwickeln und mehr Flexibilität zeigen. Dies geht aus dem diesjährigen Markt-Update für die Region Frankfurt/Rhein-Main-Gebiet hervor, das die internationale Personalberatung Robert Walters veröffentlicht hat.

Ein fundamentales Thema bleibt der geplante Ausstieg Großbritanniens aus der EU. Erwartet wird, dass einige Banken und Finanzdienstleister ihren Standort oder wichtige Geschäftsfelder nach Frankfurt verlagern werden und im Zuge dessen neuer Recruiting-Bedarf entsteht.

Nick Dunnett, Geschäftsführer von Robert Walters Deutschland & Schweiz, meint:

„Noch ist nicht ganz absehbar, welches Ausmaß der Brexit auf die Stellenbesetzung im Bereich Banking & Financial Services haben wird, aber wir prognostizieren, dass vor allem im Middle- und Back-Office-Bereich weitere Positionen entstehen.“

Schnittstellenpositionen in der IT gewinnen an Relevanz

Ein weiteres bestimmendes Thema ist die fortschreitende Digitalisierung aller Geschäftsbereiche. Diese hat zur Folge, dass sowohl in großen als auch in mittelständischen Unternehmen zahlreiche Schnittstellenpositionen geschaffen werden müssen, um interne und externe Prozesse an die Veränderungen anzupassen.

„Ein IT-Experte muss heutzutage mehr mitbringen als nur rein technische Skills, von ihm wird ein grundlegendes Verständnis für die allgemeinen oder auch die spezifischen Geschäftsprozesse erwartet“, erklärt Marco Hermle, Associate Director in Frankfurt.

Karriereförderung ausschlaggebend für erfolgreiche Mitarbeiterbindung

Heutzutage ist die Höhe des Gehalts allein längst nicht mehr ausschlaggebend dafür, ob sich ein Bewerber oder eine Bewerberin für eine Position entscheidet. Hoch im Kurs stehen die Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben, aber auch die Konzepte zur beruflichen Weiterentwicklung und Weiterbildung, die ein Unternehmen anbietet.

Nick Dunnett dazu: „Die meisten Kandidaten und Kandidatinnen der jüngeren Generation legen großen Wert auf Karriereförderung und Wertschätzung. Arbeitgeber sollten sich dies zunutze machen und gerade in Zeiten von Fachkräftemangel auch Bewerbende berücksichtigen, die vielleicht nicht alle Anforderungen erfüllen, aber hohe Bereitschaft zum Einarbeiten in neue Themen mitbringen.“

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Markt-Update

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