Arbeiten im Homeoffice mit Kind(ern) – unsere 10 Tipps von Eltern für Eltern

Arbeiten im Homeoffice mit Kind

Letzte Woche beschloss die Regierung, Kitas, Schulen und Universitäten zu schließen, um die Verbreitung des Coronavirus so weit wie möglich einzugrenzen.

Kinderbetreuung in der Schule ist für diejenigen vorgesehen, die sie wirklich brauchen. Viele Eltern ziehen es jedoch vor, ihr Kind bzw. ihre Kinder zu Hause zu lassen, vor allem wenn sie die Möglichkeit haben, im Homeoffice zu arbeiten. Allerdings ist das alles andere als einfach, denn (kleine) Kinder fordern Aufmerksamkeit ein.

Die Personalberatung Robert Walters, deren Mitarbeiter aktuell von zu Hause aus arbeiten, befragte zu dem Thema eine Reihe von Eltern, wie sie diese Ausnahmesituation so effizient wie möglich bewältigen. Im Folgenden ihre Top-10-Tipps:

1. Schaffen Sie sich einen eigenen Arbeitsplatz

Genau wie im Büro ist es wichtig, einen eigenen Platz zu haben, an dem man bequem und möglichst ungestört arbeiten kann. Wenn Sie in einem geräumigen Haus wohnen, verwandeln Sie einen der Räume in ein temporäres Büro (wenn Sie nicht sowieso schon ein Arbeitszimmer eingerichtet haben). Wenn Sie eher eng wohnen, könnten Sie im Wohn- oder Esszimmer oder sogar in einem Schlafzimmer einen vorübergehenden Arbeitsplatz schaffen, an dem Sie ungestört sind.

2. „Morgenstund hat Gold im Mund“

Der große Vorteil der Arbeit im Homeoffice ist, dass man keine Zeit mit dem Pendeln verliert. Lassen Sie die Kinder ausschlafen. So können Sie von der ruhigen Stunde am Morgen profitieren: keine Staus, keine Hektik, um die Kinder für die Schule fertigzumachen ... Nutzen Sie diese Zeit und fangen Sie früh an. So sind Sie abends auch etwas früher fertig und können sich Ihren Kindern widmen.

3. Wichtig: Kinder brauchen jetzt Abwechslung

Um ohne ständige Unterbrechung arbeiten zu können, können Sie sich für kleinere Kinder spielerische und ruhigere Aktivitäten überlegen. Es gibt vieles, was sie mit wenig Unterstützung ihrer Eltern tun können, wie z. B. basteln, kneten, ausmalen, zeichnen. Genau wie in der Schule können Sie auch Ihr Wohnzimmer in verschiedene Spielecken unterteilen: eine DYI-Ecke, eine Leseecke, einen Bereich zum Spielen mit Puppen(haus) oder Playmobilfiguren usw. Oder wie wäre es, mal wieder die Holzeisenbahn aufzubauen?

Steht eine Telefonkonferenz an? Sorgen Sie dafür, dass die Kinder in dieser Zeit ruhig sind, indem Sie ihnen großzügiger Zeit vor dem Fernsehen oder mit Netflix gewähren, oder lassen Sie sie einen Kinder-Podcast anhören oder ein lustiges Video für die Großeltern aufnehmen. Bieten Sie diese und andere Ideen nicht alle zur gleichen Zeit oder am gleichen Tag an, denn: In den nächsten Wochen ist Abwechslung angesagt, damit es den Kindern nicht langweilig wird. Dies gilt natürlich umso mehr für Einzelkinder.

4. Routine schaffen

Auch für Sie selbst ist es wichtig, Ihren Arbeitsalltag zu strukturieren. Ordnen Sie Ihre Aufgaben nach Wichtigkeit und stellen Sie sicher, dass Sie die anspruchsvollsten Aufgaben zu den Zeiten erledigen können, in denen es ruhig ist, z. B. am frühen Morgen. Wenn Sie jeden Tag eine gewisse Struktur innerhalb der Familie aufrechterhalten, werden sich die Kinder schneller an die neue Situation gewöhnen und sich Ihrem Arbeitsrhythmus anpassen.

Kinder zu beschäftigen, während man sich auf eine Arbeit konzentrieren soll, ist nicht einfach, besonders wenn es täglich und über einen längeren Zeitraum hinweg der Fall ist. Eine Form von Routine kann da helfen. Wie in der Schule könnten Sie einige „Workshops“ über den Tag verteilt planen mit jeweils einer anderen Aktivität. Machen Sie die Planung sichtbar (z. B. auf Memowänden oder Tafeln), damit die Kinder die Dinge sehen und abhaken können, wenn sie damit fertig sind.

Planen Sie feste Zeiten für Hausaufgaben ein und erklären Sie den Kindern, welche Übungen sie bis wann erledigen müssen. Im Anschluss sollte es immer eine kreative Stunde geben, um einen Ausgleich zu schaffen, z. B. malen und zeichnen. Wenn das Wetter schön ist, lassen Sie sie nach Möglichkeit draußen im Garten spielen (ohne Kontakt zu Nachbarskindern) oder Spiele auf dem Balkon machen (hilft gegen einen möglichen „Haus- oder Wohnungskoller“). Geben Sie ihnen auch Zeit, um das zu tun, worauf sie Lust haben (und wenn es Nichtstun ist).

5. Setzen Sie Ziele

Ein paar Wochen Schulferien haben natürlich Auswirkungen auf den Lernstoff. Wenn Sie Ihren Kindern jeden Tag ein paar Hausaufgaben geben, fallen sie nicht zu sehr zurück. Bestimmen Sie jeden Tag, welche Übungen sie bis wann fertigstellen müssen. Wenn Sie mit Ihrer Arbeit fertig sind, nehmen Sie sich etwas Zeit, um die Hausaufgaben gemeinsam zu überprüfen.

Ältere Kinder können sich auch an bestimmten Aufgaben im Haushalt beteiligen. Lassen Sie sie das Auto waschen, Unkraut jäten, den Geschirrspüler füllen und leeren, ihr Zimmer aufräumen, ihren Schrank ausräumen, die Sommerkleidung hervorholen, Kleidung, Spielzeug und Bücher aus- oder neu sortieren und vielleicht auf Ebay oder Quoka einstellen ... Das wird sie beschäftigen und Sie können diese Aufgaben von Ihrer eigenen To-do-Liste streichen.

6. Für mehrere Tage einkaufen und im Voraus kochen

Wir alle müssen den Kontakt zur Außenwelt so weit wie möglich vermeiden. Sparen Sie sich viel Zeit, indem Sie z. B. nur ein- oder zweimal pro Woche einkaufen und am Wochenende Mahlzeiten im Voraus zubereiten. So können Sie abends etwas mehr Zeit mit den Kindern verbringen, statt immer nur in der Küche zu stehen.

7. Profitieren Sie vom Mittagsschlaf

Machen Ihre Kinder am Nachmittag noch ein Nickerchen? Dann nutzen Sie diese Zeit und widmen Sie sich den Aufgaben, die die meiste Konzentration erfordern. Wenn Sie das Wichtige erledigt wissen, fällt es Ihnen auch leichter, sich voll und ganz auf die Momente mit Ihrem Nachwuchs einzulassen und sie werden sich weniger „schuldig“ und gestresst fühlen.

8. Wählen Sie die beste Zeit des Tages für Telefonkonferenzen

Wenn Sie täglich in virtuellem Kontakt mit Kollegen oder externen Partnern stehen, sollten Sie diese Zusammenkünfte für die ruhigere Zeit am Tag einplanen, um Unterbrechungen nach Möglichkeit zu vermeiden. Dies kann z. B. der frühe Morgen sein, wenn die Kinder noch schlafen, oder tagsüber, wenn die Kleinen fernsehen oder auf dem Tablet spielen.

9. Wechseln Sie sich mit Ihrem Partner ab

Wenn auch Ihr Partner von zu Hause aus arbeitet, kann es sinnvoll sein, sich mit den Kindern abzuwechseln. Während ein Elternteil sich auf seinen Job konzentriert, kann der andere sich mit den Kindern beschäftigen. Auf diese Weise fühlen sich die Kinder weniger „vernachlässigt“ und beide Elternteile können abwechselnd ungestört arbeiten.

10. Sorgen Sie für ein gutes Gleichgewicht zwischen Arbeit und Privatem

Derzeit ist es wichtiger denn je, die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben möglichst gut zu meistern. Wenn Ihr Arbeitstag beendet ist, fahren Sie Ihren PC konsequent herunter und genießen Sie den Abend. Planen Sie ab und an etwas Fröhliches ein wie z. B. einen Familienspieleabend, einen lustigen Film oder gemeinsame Anrufe bei Großeltern und Freunden über Telefon oder via Skype, um den Kontakt zu halten. Oder stöbern Sie wieder mal in den alten Fotoalben.

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