Wie wird ein Finance Manager zum guten Teamleader?

Finance Manager als Teamleader

Wer als Finance Manager zur Führungskraft aufsteigen möchte, sollte sich über die beruflichen und persönlichen Anforderungen, die dieser Job mit sich bringt, rechtzeitig klar werden. Um eine gute Chefin oder ein guter Teamleader zu werden, reichen fachliche Qualitäten allein nicht aus. Als Führungskraft in einem Unternehmen muss Ihnen immer der Spagat glücken, den Erwartungen und Vorgaben der Geschäftsführung ebenso zu entsprechen wie den Erwartungen und Bedürfnissen der unterstellten Mitarbeiter. Zu Führungskompetenz gehören auch viele Charakterzüge und Persönlichkeitsmerkmale, die in den Bereich der Soft Skills fallen: Menschenkenntnis, Verhandlungsgeschick, Motivationsfähigkeit u. a.

Allgemeine Aufgaben einer Führungskraft im Finance & Accounting

Eine konstruktive Zusammenarbeit im Team ist äußerst wichtig für das Arbeitsklima im Unternehmen und die Mitarbeiterzufriedenheit. Als Gruppen- oder Abteilungsleiter Finance sollten Sie ein Allrounder im Finanzgeschäft sein und über Kenntnisse im Controlling, in der Bilanzierung und Finanzierung gleichermaßen verfügen. In der Regel leiten Sie die Finanzbuchhaltung fachlich und disziplinarisch. Als Ansprechpartner für Geschäftsführer, kaufmännische Leiter und Gesellschafter, Wirtschaftsprüfer, Finanzämter und Banken besetzen Sie eine Schnittstelle zum Controlling und Accounting. Sie sollten die Fähigkeit besitzen, Prozessanalysen und Prozessoptimierung im Unternehmen zu initiieren, voranzutreiben und dabei die Mitarbeiter und das Managementteam miteinzubeziehen. Neben der Verantwortung für die Erstellung der Monats-, Quartals- und Jahresabschlüsse übernehmen Sie auch die monatliche Liquiditätsplanung (ggf. auch von Tochtergesellschaften) und die Umsetzung von gesetzlichen Vorschriften im Buchhaltungsbereich.

Grundsätzliche fachliche Voraussetzungen

Nur wer interessiert an anderen Menschen und deren Bedürfnissen ist, wer eine gute Beobachtungsgabe und Menschenkenntnis sowie die Fähigkeit besitzt, genau hinzuhören, kann ein guter Teamleader werden.

  • Mehrjährige Berufserfahrung (mind. 3 bis 5 Jahre) im Bereich Finance & Accounting (gegebenenfalls mit Branchenkenntnissen) in einem internationalen Unternehmen oder in der Wirtschaftsprüfung
  • Finance-Allrounder, sehr gute Kenntnisse in der Bilanzierung nach HGB (ggf. auch IFRS)
  • Gute SAP/R3 Kenntnisse und Excel-Kenntnisse
  • Erste Führungserfahrung, z. B. fachliche Führungserfahrung wünschenswert
  • Verhandlungssichere Englischkenntnisse

Persönliche Kompetenzen, die einen Teamleiter auszeichnen

„Wer Menschen führen will, sollte Menschen mögen und gegenüber all ihren Unterschiedlichkeiten aufgeschlossen sein. Das klingt eigentlich simpel, ist aber für eine Führungskraft tatsächlich essenziell“, erklärt Nick Dunnett, Geschäftsführer von Robert Walters Deutschland & Schweiz. „Nur wer interessiert an anderen Menschen und deren Bedürfnissen ist, wer eine gute Beobachtungsgabe und Menschenkenntnis sowie die Fähigkeit besitzt, genau hinzuhören, kann ein guter Teamleader werden.“ Mitarbeiter wollen ernst genommen und in ihrer Arbeit, aber auch in ihrer Persönlichkeit gewürdigt werden. Als Führungskraft benötigen Sie Motivationsfähigkeit, Verhandlungs- und Koordinationsfähigkeit. Ganz wichtig ist auch, dass Sie Aufgaben delegieren und Verantwortung abtreten können. Weitere wichtige Persönlichkeitsmerkmale sind:

  • Überzeugungskraft
  • Entscheidungsfreude
  • Glaubwürdigkeit/Einhalten von Zusagen
  • Flexibilität und Belastbarkeit
  • Kritikfähigkeit und Lernbereitschaft
  • Fähigkeit zur Selbstreflexion

Wichtige Fragestellungen zur Teambildung und Teamleitung

Eine konstruktive Zusammenarbeit im Team ist äußerst wichtig für das Arbeitsklima im Unternehmen und die Mitarbeiterzufriedenheit. Als guter Teamleader vereinbaren Sie am besten mit allen Mitarbeitern gemeinsam die Spielregeln, nach denen Sie arbeiten wollen, sowohl auf der fachlich-sachlichen als auch auf der Beziehungsebene. Setzen Sie sich u. a. mit folgenden Fragen auseinander:

  • Welche Qualitätsanforderungen stelle ich an meine Mitarbeiter?
  • Welche Zielvorgaben gebe ich meinen Mitarbeitern?
  • Wie halten wir es mit Terminen und Absprachen untereinander?
  • Wer berichtet zu welchem Zeitpunkt an wen?
  • Wer hat bei welchen Aufgaben das Sagen?
  • Wie reagieren wir auf Vorschläge anderer?
  • Was passiert, wenn jemand Fehler macht oder nicht effizient arbeitet?
  • Wo und wie steuern sich die Teammitglieder selbst?

Was passiert, wenn zeitliche Engpässe in der Teamarbeit auftreten?

Nick Dunnett hat noch einen Tipp: „Wichtig ist auch, alle im Team immer auf dem Laufenden zu halten und sich über den Fortschritt oder die Ergebnisse von Teilprojekten auszutauschen. So können keine Klagen über eine ungenügende Einbeziehung einzelner Teammitglieder entstehen.“ Allen Kandidaten, die zum ersten Mal eine Teamleiterfunktion übernehmen, rät Dunnett, sich mithilfe von Führungskräfte- und Leadership-Seminaren auf diese Aufgabe vorzubereiten.

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